Peripherie und Ungleichzeitigkeit 
Pier Paolo Pasolini, Henri Lefebvre und Jacques Tati als Kritiker des fordistischen Alltags

mit Klaus Ronneberger und Jochen Becker/metroZones

 

Tati und Pasolini? Der Komiker und der Dramatiker? Leichte Unterhaltung und schwere Geschütze? Wie geht das zusammen? Auf den ersten Blick mag es abwegig erscheinen, einen Vergleich zwischen dem italienischen Schriftsteller und Filmemacher Pasolini, dem französischen Philosophen und Raumtheoretiker Lefebvre sowie dem Regisseur und Satiriker Jacques Tati anzustellen. Beim näheren Hinsehen finden sich zwischen den drei Figuren verblüffende Gemeinsamkeiten, behauptet Klaus Ronneberger. Sie haben zwar jeweils einen eigenen Zugriff auf die gesellschaftliche Wirklichkeit, gleichwohl eröffnet die Zusammenführung ihrer Arbeiten unter der Perspektive „Peripherie“ und „Ungleichzeitigkeit“ eine neue Sichtweise auf die sozialräumlichen Strukturen des fordistischen Alltags. Pasolini, Lefebvre und Tati verhandeln das Abseitige und Marginale nicht nur unter dem Gesichtspunkt von Unterdrückung und Diskriminierung, sondern auch im Sinne eines subversiven Potentials.

 

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